Das war die Damen-WM aus Sicht der Scorpions Sisters – Ein kleiner Rückblick auf die zweite Weltmeisterschaft der Damen

Zum zweiten Mal nach 2010 wurde vor wenigen Wochen die Weltmeisterschaft der Damen im American Football ausgespielt. War 2010 noch Schweden der Gastgeber dieser WM, so war es dieses Mal am finnischen Verband das Turnier auszurichten. Wenig überraschend konnten die USA ihren Titel von 2010 verteidigen, das Finalergebnis von 64:0 gegen Kanada spricht eine eindeutige Sprache über die Überlegenheit der US-Ladies.

Und auch die deutschen Damen belegten in diesem Jahr denselben Rang wie bei der ersten Auflage, Rang 4. Gestartet war das Team mit einem 25:14 Sieg über Schweden, ehe es im zweiten Vorrundenspiel eine herbe 7:107 Schlappe gegen die USA setzte. Doch immerhin können die deutschen Damen das Privileg für sich in Anspruch nehmen, als einziger Gegner Punkte gegen den übermächtigen Kontrahenten erzielt zu haben, denn alle weiteren Spiele entschieden die USA zu null für sich. Zum Abschluss folgte das Spiel um die Bronzemedaille, hier trafen die Damen auf Gastgeber Finnland und mussten sich denkbar knapp mit nur einem Punkt Unterschied geschlagen geben, 19:20 lautete das finale Ergebnis. 

Mittendrin im deutschen Tross waren hierbei auch fünf Vertreterinnen der Stuttgart Scorpions Sisters: Linebacker Stefanie Stöhr, Wide Receiver Barbara Morell, die Defensive Backs Aniella Marx und Sabine Wagner, und Defense Liner Julia Kadauke. Fragt man diese, nachdem das Turnier nun einige Tage zurück liegt, nach ihren Erfahrungen und Erlebnissen aus dieser Zeit, so fallen die Reaktionen überwiegend positiv aus und nicht zu Unrecht kann man eine gehörige Portion Stolz bei den Spielerinnen ausmachen. Stefanie Stöhr zum Beispiel konstatiert, dass sie in dieser Woche viel gelernt habe und, das wird besonders die Scorpions-Verantwortlichen freuen, dass die Zeit in Finnland den Zusammenhalt unter den fünf Sisters merklich gestärkt habe. Was bei Julia Kadauke am meisten Eindruck hinterließ war der Umgang der Spielerinnen aus den einzelnen Teams untereinander. So merkt sie an, dass trotz aller Rivalität auf dem Feld der Respekt für den Gegenüber deutlich zu spüren war und dass sie alle im Grunde ein Ziel vereint hat: das Voranbringen des Damensports American Football, der weltweit noch immer weit hinter der Herrenvariante zurück liegt. Sabine Wagner und Barbara Morell sind ebenfalls diese Aspekte besonders in Erinnerung geblieben, so erzählen auch sie davon wie positiv der Austausch und das gemeinsame Messen mit den Spielerinnen aus den teilnehmenden Ländern war. Als einzigen Wermutstropfen halten die fünf Damen – und auch hier besteht Einigkeit- fest, dass die Vorbereitungsphase etwas zu kurz war und das Team so etwas zu spät zusammen gefunden hat. 

Nichtsdestotrotz überwiegt bei den Sisters der Stolz, Teil dieser Weltmeisterschaft gewesen zu sein und selbstverständlich drückt der ganze Verein ihnen die Daumen, dass sie, und vielleicht gar die eine oder andere Spielerin mehr, es beim nächsten Mal wieder schaffen zu den besten Spielerinnen Deutschlands zu gehören.