Auf und ab für das Flag Pack bei drei Ligaturnieren

Turbulenter Monat mit drei Turnieren liegt hinter Senior-Flag-Team

Das erste der drei Turniere fand in Augsburg statt. In zwei Vierergruppen wurde um den Turniersieg gespielt, wobei die Zielsetzung war, das Halbfinale zu erreichen. Im ersten Spiel gegen die Augsburg Rooks verschlief man den Start jedoch völlig und lag schnell mit 00:18 zurück. So leicht wollte man sich jedoch nicht geschlagen geben und nach einem Pick Six von Rookie Franz Fleckenstein zu Beginn der zweiten Halbzeit drehte das Flag Pack auf und gewann die Partie mit 19:18. Mit einem guten Gefühl und voller Zuversicht ging es in das nächste Spiel gegen die Münchner Spatzen II. Hier lag man schnell mit 14:00 in Front, nur um die Spatzen wieder zurück ins Spiel kommen zu lassen. Eine aggressive Aufstellung der Defense wurde kurz vor Schluss mit einem Touchdown der Spatzen bestraft, welcher auch gleichzeitig die 21:25-Niederlage bedeutete. Im abschließenden Gruppenspiel gegen den Tabellenführer der DFFL, die Kelkheim Lizzards, sah man dann kein Land und verlor deutlich und völlig verdient mit 19:61. Demnach ging es gegen die Eckental Gladiators nur um Platz 5, wo mit 14:32 verloren wurde. So fuhr das Flag Pack mit einem enttäuschenden 6. Platz im Gepäck und dem Wissen, die Halbfinalteilnahme leichtfertig vergeben zu haben, zurück in die Heimat.

Als nächstes ging es zu den Nachbarn und Freunden der Esslingen Racoons. Dort konnte Quarterback Steffen Geldner nicht auflaufen, wurde jedoch durch seinen Vorgänger Michael Dierberger würdig vertreten. Gespielt wurde in drei Dreiergruppen und das Flag Pack hatte mit den Münchner Spatzen, aktueller Tabellenführer der Süd-Staffel, und den Mainz Legionaries, dem aktuellen Hochschulmeister, ein sehr schweres Los gezogen. Gestartet wurde gegen die Münchner Spatzen. In einem sehr spannenden Spiel, bei dem das Flag Pack die meiste Zeit zurücklag, konnte man kurz vor Schluss doch noch zwei Touchdowns erzielen und damit 43:39 gewinnen. Nach diesem Spiel, das von allen Beteiligten als das beste dieser Saison bezeichnet wurde, ging man voller Selbstvertrauen in das Spiel gegen Mainz. Es dauerte nicht lange und schon war davon nicht mehr viel übrig. Ohne Chance wurde man von einem starken Gegner mit 12:67 deklassiert. Durch das dadurch sehr negative Scoreverhältnis war das Erreichen des Halbfinales nun unmöglich. Also spielte man gegen die Gastgeber erneut nur um den 5. Platz. Anders als beim vorigen Turnier zeigte man dort aber eine ansprechende Leistung und konnte so die Racoons mit 42:26 besiegen. Mit dem Hintergrund, dass die Mainzer das Finale mit 70:13 gewonnen hatten, konnte man mit dem Wissen nach Hause fahren, dass mit einer glücklicheren Auslosung und mit der gezeigten Leistung sogar mehr möglich gewesen wäre.

Den Abschluss der Turnier-Serie bildete Nürnberg. Dort hatten sich sechs Teams eingefunden und erneut sollte man in der Gruppenphase auf Eckental und Mainz treffen. Ein in der Defense stark ersatzgeschwächtes Scorpions-Team verlor erneut gegen den späteren Turniersieger Mainz mit 19:52. Bei dem Spiel verletzte sich zudem Center Maria Hummel, weshalb das Flag Pack den weiteren Turnierverlauf mit nur noch acht Spielern absolvieren musste. Im zweiten Gruppenspiel gegen Eckental ging es dann um den Einzug ins Halbfinale. In einem dauerhaft knappen Spiel konnten die Scorpions, beflügelt von drei Touchdowns von Max Haupt und einer sehr ansprechenden Defense-Leistung mit zwei Interceptions in der zweiten Hälfte, den Sieg mit 42:34 davon tragen. Im Halbfinale traf man, wie bereits in der Vorwoche, erneut auf München. Dieses Mal musste das Flag Pack jedoch Lehrgeld bezahlen und man verlor verdient deutlich mit 7:62. Somit stand abschließend das Spiel um Platz 3 auf dem Programm. Dort bekamen es die Scoripions mit den Augsburger Rooks zu tun. Im Gegensatz zum ersten Turnier verkam dieses Spiel zu einer einseitigen Machtdemonstration des Flag Packs, welches dank einer starken Defense mit 32:7 gewann. Somit durfte man erstmals in dieser Saison zum Turnierabschluss auf das Podest steigen. (MH)