Nach dem Karriereende von Nils Stockinger und Joachim Steinhäuser und der Kreuzbandverletzung von Pablo Börsch, gibt es nun gute Nachrichten für die Offensive Line der Stuttgart Scorpions. Mit Curtis Abimbola, Thomas Ghebrezghiher, Jason Kühn und Almustafa Kalid Almakki gibt es gleich vier neue Spieler, die den Quarterback schützen sollen.

„In der GFL zu spielen war schon immer mein Traum. Diesen kann ich jetzt nachgehen. Gespräche gab es zwar auch mit anderen Teams, aber das ausschlaggebende war, dass mich Spieler, Trainer und das Team dahinter sehr nett empfangen haben und das Training großen Spaß macht. Die Spieler sind eine richtige zusammengewachsene Gruppe, die sich gegenseitig motivieren und den notwendigen Ehrgeiz zeigt. Ich freue mich schon, auf dem Feld mit den Jungs zu sein, das Team zu unterstützen und Spiele zu gewinnen“, erläutert Ghebrezghiher.

Der 29-Jährige ist der älteste der vier. 2004 fing er mit dem Football spielen an, nachdem ihm seine Schwester einen Football zum Geburtstag geschenkt hatte. Bei den Ulm Sparrows spielte er fünf Jahre als O- und D-Liner, ehe er zu den Kuchen Mammuts wechselte. Mit der Neugründung der Neu-Ulm Spartans kehrte der 1,79m große und 122 kg schwere Lineman in die Heimat zurück und stieg in seinen sieben Jahren bis in die Regionalliga Bayern auf und scheiterte 2015 in der Relegation zur GFL2 Süd.

Von den Heilbronn Salt Miners kommen gleich zwei Spieler zu den Scorpions. Mit Curtis Abimbola kommt ein 20-jähriges Talent. „Ich habe mich für die Scorpions entschieden, da mein Bruder, Malcom Abimbola, auch hier gespielt hat und ich einfach begeistert bin, wie die Stuttgarter in der GFL spielen“, begründet er seinen Wechsel.
Der 1,94m große und 130 kg schwere Lineman fing erst spät mit dem Football an. Er begann in der U19 und erhielt dort in seinem ersten Jahr auf Anhieb den Rookie Oline MVP. Letztes Jahr musste er dann verletzungsbedingt passen, da ihm im Oklahamo Drill jemand hinten reingerannt ist und er sich somit am Knie verletzte.

Ein solches Pech hatte Almustafa Kalid Almakki nicht. Der 20-Jährige fing 2016 in Heilbronn mit dem Football an und schaffte 2019 den Sprung ins Herrenteam. Für den 1,89 m großen und 114 kg schweren Lineman geht ein Traum in Erfüllung. „Schon in der Vergangenheit habe ich gerne die Spiele von den Scorpions verfolgt. Auch war ich desöfteren im Stadion. Ich habe mich für die Stuttgarter Scorpions entschieden, weil ich gerne ein Mensch bin, der an seine Limits geht. Ich möchte die Stuttgarter Scorpions mit meinen künftigen Leistungen berreichern, mich persönlich weiterentwickeln und mich in der größten europäischen Footballiga beweisen. Auch gefällt mir die Struktur des Vereins, was ein weiterer Grund ist weshalb ich mich für die Scorpions entschieden habe. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Scorpions und auf die kommende Saison“, kann er den Saisonbeginn nicht abwarten.

Der letzte Neuzugang unserer O-Line ist Jason Kühn, der von den Mannheim Bandits auf die Waldau wechselt. „Für die Scorpions habe ich mich entschieden, weil ich von der Qualität des Teams und dem Trainerstaff sehr begeistert bin. Auch die Struktur, die sich durch Mannschaft und Training zieht, gefällt mir sehr gut“, erklärt der 22-Jährige.
2012 fing er in der GFLJ bei den damaligen Rhein-Neckar Bandits mit dem Football an. 2015 gelang dann der Sprung ins Herren-Team, was zu der Zeit noch in der GFL spielte. Ein Jahr später ging er dann zu den Wiesbaden Phantoms in die GFL2, wo er bis zum Wechsel zu den Darmstadt Diamonds 2018 die Quarterbacks beschützte. Aus zeitlichen Gründen wechselte er 2019 zurück nach Mannheim, ehe es für den 1,87m großen und 135 kg schweren Lineman nun zurück in die höchste Liga geht.

Timo Klinkmüller, O-Line-Coach der Scorpions, freut sich über das frische Blut für seine Positionsgruppe. „Ich denke, wir werden eine hochinteressante Saison erleben. Bei unserem offiziellen Trainingsauftakt im März werden wir dann auch das erste Mal alle unsere Neuzugänge erleben. Wir begrüßen ehemalige Jugendspieler wieder zurück sowie Neuzugänge aus umliegenden Vereinen. Zudem wird noch ein marokkanischer Nationalspieler zur Offensive Line hinzustoßen. Wir werden also eine stark veränderte Offensive Line in der kommenden Saison sehen“, sagt Klinkmüller und führt weiter aus, „ich wünsche unseren Abgängen, darunter auch Leistungsträgern und Scorpions-Urgesteine, alles Gute und viel Erfolg im weiteren Leben. Ich bedanke mich sehr für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Ich denke, dass die bestehenden und neuen Spieler sehr schnell in ihre neuen Rollen hereinwachsen werden. Zudem werden wir stark an unseren letztjährigen Schwächen arbeiten. Daher denke ich, dass wir eine erfolgreiche Saison erleben werden.“

Text: Sebastian Mühlenhof

Foto: Privat