Nach zahlreichen Abgängen und Neuzugängen in der Offensive Line der Stuttgart Scorpions gibt es auch Spieler, die dem Verein treu geblieben sind. Einer von ihnen ist Marc-Dennis Anger, der seit 2017 für uns spielt. In der kommenden Saison möchte er sich dabei auf einer neuen Position versuchen.

Hallo Marc, warum hast du dich entschieden bei den Scorpions zu bleiben?

Ich habe mich entschieden zu bleiben, da es mich immer noch reizt in der höchsten deutschen Liga und auf diesem Niveau den tollsten Sport der Welt auszuüben. Außerdem denke ich, dass der Verein aktuell die richtigen Schritte sowohl in der Organisation, der Spielerplanung sowie dem Coaching-Staff unternimmt, um auf kurz- bis mittelfristige Sicht erfolgreich zu werden.

Wie zufrieden bist du mit der letzten Saison gewesen?

Persönlich bin ich sehr selbstkritisch und denke immer, da wäre noch viel Luft nach oben gewesen.

Als Team denke ich, haben wir mit unseren positiven Leistungen, vor allem in der ersten Saisonhälfte, einige Leute überrascht und uns mit der Teilnahme an den Playoffs wieder auf die Footballlandkarte Deutschlands zurückgekämpft. Vor allem nach dem Abstiegskampf im Jahr davor kann man damit glaube ich sehr zufrieden sein.

Du gehst jetzt in dein viertes Jahr bei uns. Was machen die Scorpions für dich aus und was war dein persönliches Highlight in dieser Zeit?

Für mich sind die Scorpions ein traditionsreicher Verein, der sich immer durch kämpferische Leistungen ausgezeichnet hat, sich auch in schwierigen Zeiten nicht selbst zerfleischt, sondern sich zusammen wieder nach oben gekämpft hat.

Das Highlight war mit Sicherheit die Playoff-Teilnahme letztes Jahr gegen Braunschweig im Eintracht-Stadion. Vor dieser Kulisse die Chance zu haben, mit um die deutsche Meisterschaft zu spielen, war sehr emotional. Nur das Ergebnis hätte ich gern enger gestaltet.

Was zeichnet dich als Spieler aus?

Ich denke, ich bin vor allem anderen ein hart arbeitender und zuverlässiger Spieler. Es muss viel passieren, dass ich ein Training oder Spiel verpasse. Auch wenn das mitunter zu Diskussionen im persönlichen Umfeld führt. (lacht)

Welche persönlichen Ziele hast du dir für die kommende Saison vorgenommen? Und was wollt ihr als Team erreichen?

Persönlich würde ich gern den Wechsel in der Offensive-Line von Guard auf Tackle vollziehen. Auch nach 11 Jahren aktiver Footballzeit hat man doch noch das Interesse an einer neuen Perspektive. Außerdem will ich, wie auch die letzten drei Jahre, weiterhin zur Startaufstellung in der Offense zu gehören.

Als Team denke ich sollten wir uns nach dem letzten Jahr vor niemanden verstecken müssen, aber auch auf keinen Fall einen Höhenkoller bekommen. Ich denke, realistisch gesehen sollten wir um den dritten Platz hinter Schwäbisch Hall und Frankfurt kämpfen und den Gegner in den Playoffs dieses Mal ein weniger mehr ärgern können.

Text: Sebastian Mühlenhof

Bild: Sarah Philipp