Willkommen in der Welt des American Football!

Auf dieser Seite findet Ihr die wichtigsten Informationen rund um die Sportart American Football.

Eine kurze Einführung in die Football-Regeln gehört natürlich dazu. Auch eine Erklärung der einzelnen Spielerpositionen findet Ihr hier.

Außerdem haben wir ein Glossar zusammengestellt, das viele Begriffe aus der Welt des Football erläutert.

Regeln

Football ist ein Spiel der Gegensätze. Blitzschnelle Aktionen wechseln ab mit Beratungen über den nächsten Spielzug; grobe Kraft und Härte, jedoch auch Intelligenz, Beweglichkeit und Technik bestimmen das Spiel.

Zwei Mannschaften von je 11 Spielern stehen sich auf einem 120 Yards langen und 50 Yards breiten Spielfeld gegenüber. Die jeweils letzten 10 Yards sind die Endzonen. Hier hinein muß die angreifende Mannschaft (Offense) den ovalen Ball bringen. Die verteidigende Mannschaft (Defense) versucht, dies zu verhindern.

Die Offense hat für ihren Angriff vier Versuche, um mindestens zehn Yards Raumgewinn zu erzielen. Gelingt das, bekommt die Offense einen „First Down“, d. h. vier weitere Versuche, und arbeitet sich weiter in Richtung Endzone vor. Schafft die angreifende Mannschaft diese zehn Yards nicht, wechselt das Angriffsrecht. Die verteidigende Mannschaft wird dann zur angreifenden Mannschaft und hat nun die Möglichkeit, nach vorne zu stürmen.

Die reine Spielzeit beträgt 4 mal 12 Minuten und beginnt mit dem „Kickoff“. Hierbei wird der Ball von der 35-Yard Linie möglichst weit in Richtung der gegnerischen Endzone geschossen. Nach jedem Viertel werden die Seiten gewechselt. In der Halbzeit haben die Teams eine Pause von 15 Minuten. Jede Mannschaft hat das Recht auf drei Spielunterbrechungen (Timeouts) pro Halbzeit, die bis zu zwei Minuten lang sein dürfen.

Das Ziel des Spiels ist es, den Ball so oft wie möglich in die gegnerische Endzone zu bringen, um möglichst viele Punkte zu erzielen.

Grundsätzlich gibt es zwei Spielzüge: das Laufspiel und das Paßspiel. Beim Paßspiel wirft der Quarterback den Ball über die gegnerischen Angreifer hinweg auf den Paßempfänger (Wide Receiver). Dieser versucht, so weit wie möglich mit dem Ball zu laufen, bis er von der Defense gestoppt (getackelt) wird oder die gegnerische Endzone erreicht.

Beim Laufspiel versucht der Runningback den Ball nach vorne zu tragen. Unterstützt wird er von den kräftigen Line-Spielern, die durch Blocken der verteidigenden Mannschaft Freiräume für einen erfolgreichen Lauf schaffen. Ziel der angreifenden Mannschaft ist es, möglichst einen „Touchdown“ (sechs Punkte) zu erzielen. Gelingt dies, bekommt das erfolgreiche Team die Möglichkeit, erneut zu punkten. In dem nun folgenden Versuch kann der Ball durch das Tor gekickt werden (ein Punkt) oder durch einen erneuten Angriff in die Endzone gebracht werden (2 Punkte = Two-Point-Conversion).

Wenn die angreifende Mannschaft während eines Angriffs erkennt, daß sie die Endzone nicht mehr erreichen kann und in Nähe der gegnerischen Endzone ist, wird sie versuchen, durch ihren Kicker ein Feldtor (Fieldgoal=3 Punkte) zu erzielen.

Gelingt es der verteidigenden Mannschaft, die Offense bis in die eigene Endzone zurückzudrängen und den Ballträger zu Boden zu bringen, erhält die Defense einen „Safety“ (2 Punkte).

Die verteidigende Mannschaft kann den Ball auch durch Abfangen eines gegnerischen Passes (Interception) oder durch einen Fehler des ballführenden Spielers, einen fallengelassenen Ball (Fumble), erobern.

Strategie und Taktik kommen in dieser auf den ersten Blick als „wüstes Geraufe“ erscheinenden Sportart eine besondere Bedeutung zu. Da das Spiel nach jedem Versuch angehalten wird, haben die Trainer die Möglichkeit, ihre Mannschaft wie Schachfiguren neu zu formieren.

Fouls werden grundsätzlich durch Raumverlust geahndet. Bei Unsportlichkeit und zu hartem Körpereinsatz gibt es 15 Yards, bei technischen Fehlern beim Blocken 10 Yards und bei sonstigen technischen Fouls 5 Yards Strafe. Bei einem laufenden Spielzug wird das Foul zunächst nur durch das Fallenlassen einer gelben Flagge angezeigt. Nach Ende des Versuchs wird das Foul dann angezeigt. Die Strafe für ein Foul kann von der gefoulten Mannschaft angenommen oder abgelehnt werden.

Offense Line
Die „O-Line“ hat den Auftrag, bei einem Paßspiel den Quarterback zu schützen und den Ballträgern den Weg für Läufe freizumachen. Zu ihr gehören der Center, der jeden Spielzug durch Snap des Balles zum QB startet, sowie jeweils zwei Guards und Tackles, die die oben genannten Aufgaben erfüllen.

Running Back / Fullback
Dies sind die Ballträger, die das Lederei vom Quarterback überreicht bekommen und dann möglichst viel Raumgewinn durch Laufspiel erzielen. Der Fulback wird dabei häufig nur als Vorblocker für die Running Backs eingesett, da er meist etwas kräftiger gebaut ist.

Quarterback
Er ist der Spielmacher und Regisseur und verteilt die Bälle durch Pässe oder durch Ballübergabe an die Running Backs. Wenn es die Spielsituation erlaubt oder erfordert, kann der Quarterback auch selbst mit dem Ball in Richtung gegnerische Endzone laufen.

Wide Receiver
Sie dienen dem QB als Anspielstation für Pässe. Es sollen schnelle und fangsichere Spieler sein, die eine Fülle von einstudierten Laufrouten beherrschen.

Tight End
Er steht neben dem Tackle in der O-Line und kann als zusätzlicher Blocker oder Paßempfänger dienen. Kräftiger, aber nicht so schnell wie ein Receiver.

Defense Line
Ihre Aufgabe ist es, das Laufspiel des Gegners zu stoppen und den Quarterback beim Paßspiel und Spielaufbau zu stören. Je nach Spielsystem sind 3 bis 5 Spieler in der „D-Line“: In der Mitte der Line stehen die Tackles und an den Außenseiten die Defense Ends.

Linebacker
Sie bilden die zweite Verteidigungsreihe hinter der D-Line. Sie müssen schnell erkennen, welchen Spielzug die Offense ausführt und dann entweder den Laufspielzug stoppen oder kurze Pässe abwehren. Sind sehr variabel einsetzbar und müssen daher vielseitig in ihren Fähigkeiten sein.

Safety
Hier wird zwischen Strong und Free Safety unterschieden. Der Strong Safety spielt meist im zentralen Rückraum zur Paßverteidigung und orientiert sich besonders auf den gegnerischen Tight End. Der Free Safety unterstützt dagegen mehr die Cornerbacks und steht als letzter Mann gegen durchbrechende Runningbacks.

Cornerbacks
Paßverteidiger, sie spielen gegen die Wide Receiver. Im Idealfall fangen oder blocken sie den gegnerischen Paß ab. Zusammen mit den Safeties bilden sie das Defensive Backfield, auch Secondary genannt.

Damit sind die Spieler gemeint, die bei Kickoffs, Punts, Extrapunkten und Field Goals eingesetzt werden. Sie werden so genannt, da sie spezielle Aufgaben erfüllen müssen, die nicht in jedem Spielzug erforderlich sind. Dazu gehört z.B. das Kicken des Balles durch die Torstangen oder in die gegnerische Hälfte (Kicker und Punter), sowie das Auffangen und Zurücktragen dieser Kicks (Returner). Auch werden von den Special Teams vergleichsweise lange Sprints verlangt. Durch die dabei erzielten Geschwindigkeiten kommt es häufig zu spektakulären Blocks und Tackles, die die Spezialisten auch verkraften müssen.