Spielbericht

Scorpions sind chancenlos im Allgäu

Auswärtsspiel bei den Comets geht mit 00:69 verloren

Eine einseitige GFL-Partie bekamen die rund 500 Zuschauer am Sonntagmittag im Kemptener Illerstadion zu sehen. Von Beginn an hatten die Allgäu Comets ihre Gäste aus Stuttgart souverän im Griff und konnten sich so am Ende über einen verdienten 69:00-Sieg freuen. Bei den Scorpions machte sich der Ausfall von Running Back Giacomo De Pauli deutlich bemerkbar, darüber hinaus war die Comets-Defense Line zeitweise drückend überlegen, sodass das schwäbische Angriffsspiel über die gesamte Distanz hin kaum stattfand.

Die Comets setzten von Beginn an auf ihr starkes Laufspiel um die Running Backs Glen Mbeleg-Toonga und Canice Gonzague. Beide, ebenso wie Quarterback Sam Huxtable, stellten mit ihrer No Huddle-Offense die Stuttgarter Defense immer wieder vor große Probleme. Der überragende Mbeleg-Toonga war es auch, der nach rund fünf gespielten Minuten den ersten Touchdown zum 07:00 erzielte (alle PAT des Tages: Marcel Schade), gefolgt vom 14:00 nur rund eine Minute später durch Kevin Titz nach einem geblockten Punt.

Stuttgart versuchte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls sein Laufspiel zu etablieren, doch Running Back Mathis Harang stand zumeist auf verlorenem Posten. Head Coach Eric Weaver versuchte von daher in der Folge immer wieder zu variieren, z.B. indem er schon ab Mitte des ersten Quarters in jedem zweiten Drive Christoph Göppel anstatt des Starting-Quarterbacks Brandon Reaume aufs Feld schickte, oder indem er verstärkt auf Screen Plays setzte. Keine der Maßnahmen sollte jedoch zum gewünschten Erfolg führen.

Beim Stand von 14:00 ging es ins zweite Viertel, in dem die Comets Stuttgart förmlich überrannten: Mbeleg-Toonga erlief ganze drei Touchdowns und so stand es zur Halbzeitpause 35:00.

Der dritte Abschnitt begann für die Scorpions genauso ungünstig wie der zweite geendet hatte. Bereits beim zweiten Offense-Play verloren sie den Ball per Fumble in der Mitte der eigenen Hälfte, woraus anschließend das 42:00 per Pass von Sam Huxtable auf Lewis Kirby resultierte.

Danach sollte allerdings die stärkste Phase der Stuttgarter Verteidigung folgen, bis ins vierte Quarter ließ sie keine Punkte mehr zu. Auch dank zweier erzielter Turnover, zunächst einer Interception bei tiefem Pass von Huxtable in die Scorpions-Endzone und später einer Fumble Recovery bei einem Lauf von Gonzague.

Dazwischen gelang es den Gästen endlich auch einmal bis tief in die Kemptener Hälfte zu kommen: Quarterback Reaume und Receiver Lukas Klima nutzten eine Lücke in der Passverteidigung zu einem 60 Yards-Spielzug bis sieben Yards vor die Endzone. Mehr ließen die Comets aber nicht zu, ergo ging es mit 42:00 ins letzte Quarter.

In dem zogen die Hausherren die Zügel wieder an und kamen zu weiteren Touchdowns durch Marcel Schade, Canice Gonzague, Benjamin Perauer und Sam Huxtable. Entsprechend froh konnten die Schwaben sein, als beim Resultat von 69:00 die Partie dann ihr Ende fand.

Für die Scorpions dürfte die Niederlage an sich weniger schmerzhaft gewesen sein, als vielmehr die Art und Weise wie sie zustande kam. Schließlich hatten sie sich erhofft, die Comets zumindest hin und wieder ärgern zu können. Dass dem jedoch nicht so war und seine Mannen außer Kampf und Willen kaum etwas entgegenzusetzen hatten, dürfte Head Coach Eric Weaver bis zum nächsten Spiel eine Menge Arbeit bereiten. Dieses folgt am kommenden Samstag, 14. August, wenn die Scorpions die Saarland Hurricanes im GAZI-Stadion auf der Waldau empfangen. (JH)

Scores:

Quarter | gesp. Zeit | Spielstand

1| 05:02| 07:00| Glen Mbeleg-Toonga (Lauf), PAT Marcel Schade

1| 06:07| 14:00| Kevin Titz (Blocked Punt Return), PAT Marcel Schade

2| 05:02| 21:00| Glen Mbeleg-Toonga (Lauf), PAT Marcel Schade

2| 08:54| 27:00| Glen Mbeleg-Toonga (Lauf)

2| 10:42| 35:00| Glen Mbeleg-Toonga (Lauf), Two Point Conversion Sam Huxtable

3| 01:59| 42:00| Lewis Kirby (Pass Sam Huxtable), PAT Marcel Schade

4| 01:03| 49:00| Marcel Schade (Pass Sam Huxtable), PAT Marcel Schade

4| 02:25| 56:00| Canice Gonzague (Lauf), PAT Marcel Schade

4| 06:14| 63:00| Benjamin Perauer (Pass Sam Huxtable), PAT Marcel Schade

4| 10:56| 69:00| Sam Huxtable (Lauf)

Text: Jack Hanson
Bild: FB Frank Baumert

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