Artikel/Interview — 5 Min Lesezeit

Wie die Scorpions aktuell trainieren

Einer unserer Urgesteine kehrt in diesem Jahr wieder zurück. Wide Receiver Fabian Weigel geht in seine zwölfte und vielleicht letzte Saison bei uns. Was er sich für die kommende Saison vorgenommen hat, erzählt er uns in einem Interview.

Das Corona-Virus hat die Gesellschaft voll im Griff. Das betrifft auch die aktuelle Trainingsplanung der Stuttgart Scorpions, denn keine der Mannschaft kann aktuell so trainieren, wie sie es gerne möchten. Die Landesregierung hat alle Trainingsplätze bis zum 15. Juni geschlossen, weswegen nun andere Wege eingeschlagen wurden.

„Die Jugend hat direkt danach mit Online-Meetings begonnen. Die Spieler haben das zunächst gut angenommen, aber danach ging die Teilnehmerzahl immer mehr zurück. Das kann ich auch verstehen, schließlich ist das keine einfache Zeit für uns alle“, erklärt Andy Meyer, der sportliche Leiter der Scorpions. Deswegen verzichtete zunächst auch der Head Coach des GFL-Teams, Martin Hanselmann, auf diese Art des Trainings. Doch das soll sich jetzt ändern. „Wir fangen jetzt an und machen immer mehr Meetings“, erläutert er.

Zudem arbeiten die Coaches auch daran sich selbst zu verbessern. „Wir hatten einige Coaches Meetings, wo wir uns intern weitergebildet haben“, nennt Meyer eine weitere Maßnahme. Teilgenommen haben dabei die Coaches aus der Jugend, dem Flag Pack, der GFL und von den Sisters. Dabei haben sie auch beschlossen, dass bis auf weiteres auf ihr Gehalt verzichten, um den Verein finanziell zu entlasten.

Neben den zahlreichen Online-Meetings, die in den kommenden Wochen stattfinden werden, trainieren alle Spieler individuell. „Wir haben für alle Spieler, von Junior Flags über Sisters bis zur GFL, einen Trainingsplan erstellt. Dabei trainieren die Spieler alle zwei Tage“, beschreibt Hanselmann. Für ihn ist es wichtig nach und nach wieder hochzufahren, war er mit seinem Team doch bereits in Woche zwei in der Vorbereitung.

Doch wann und wie es weitergeht, scheint weiterhin unklar. Der Saisonstart für die GFL ist zunächst bis auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Es soll zunächst geklärt werden, ob die Ligaspiele unter das Verbot für Großveranstaltungen fallen. Eine Entscheidung darüber soll am 30. April fallen. „Wir brauchen eine vernünftige Vorbereitung. Meiner Meinung nach sind dafür mindestens sechs Wochen notwendig. Deswegen muss eine finale Entscheidung her“, fordert Hanselmann endlich zu Klarheit auf.

Keine Klarheit herrscht auch auf Landesebene. Laut aktuellem Stand ist der Spielbetrieb bis auf weiteres ausgesetzt. Wie und wann ein Ligabetrieb aussehen könnte, soll erst dann bekannt gegeben werden, wenn die Behörden wieder den Trainingsbetrieb erlauben. „Ich glaube nicht, dass es eine Jugendsaison gibt. Die Zeit bis zu den Sommerferien ist dafür zu knapp“, befindet Mayer.

Auch Hanselmann kann sich nicht vorstellen, dass es eine geregelte Saison geben wird. Er könnte sich aber vorstellen, verschiedene Bowl Games zu machen. „Ich wäre für einen Afri Cola Bowl“, meint er. Ob sowas stattfinden wird, ist aktuell noch nicht absehbar. Jetzt gilt es erstmal Klarheit zu statt, inwiefern eine Saison stattfinden wird oder nicht.

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